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Chronometer
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Chronometer

Chronometer sind spezielle und besonders präzise Uhren, die erfunden wurden, um bei der Navigation von Schiffen oder Flugzeugen zu helfen. Die Idee zur Entwicklung stammt von John Harrison, einem Uhrmacher, der sich das Handwerk selbst beigebracht hatte. Er entwickelte die heute als Chronometer bezeichnete Uhr, nachdem 1714 die Regierung einen hohen Preis für ein Medium aussetzte, mit dem zu Schiff die geografische Lage besonders exakt bestimmt werden konnte. Mit seiner relativ einfachen wie genialen Idee machte sich Harrison auch Feinde, denn viele Gelehrte hatten sich an komplizierten Methoden, wie zum Beispiel der astronomischen Möglichkeit der Berechnung der Monddistanz, versucht.

Auf Grund ihres hohen Preises konnten sich die Präzisionsuhren jedoch auch in der Seefahrt nie richtig durchsetzen. Im Jahr 1780 schließlich schuf Uhrmacher John Arnold eine Weiterwicklung von Harrisons letztem Modell und gab ihm werbewirksam die Bezeichnung Chronometer. Auch heute noch werden diese Präzisionsuhren für Sammler und Liebhaber hergestellt. Die Quarzuhr hat dem Chronometer allerdings längst den Rang der präzisesten Uhr abgelaufen. Zuvor wurden Chronometer jedoch in der Marine noch genutzt und waren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges weit verbreitet. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurden sie durch die Quarzuhren ersetzt. Heute navigiert die Marine über GPS (Global Position System), wenngleich es in der Seefahrt nach wie vor Usus ist, für Notfälle mit astronomischen Tabellen und Geräten ausgerüstet zu sein. In Deutschland und in der Schweiz dürfen Uhren nur dann als Chronometer bezeichnet werden, wenn sie auf bestimmte Anforderungen hinsichtlich ihrer Genauigkeit vorher überprüft worden sind. Haben sie die Prüfung bestanden bekommen sie in der Regel den Schriftzug Chronometer aufgeprägt.